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Eine Seite für Eltern mit Kindern, die die Medienwelt entdecken.

SCHAU HIN! - Newsletter Ausgabe Juni 2009

Liebe SCHAU HIN! Interessierte,

wir freuen uns, Ihnen heute den aktuellen SCHAU HIN! Newsletter zu senden.

Die Themen dieser Ausgabe:

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SCHAU HIN! Interview: Markus Gerstmann zum Thema „Cyber-Bullying“

Cyber-Bullying ist unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet. Darunter versteht man gezielte Beschimpfungen und Beleidigungen per SMS, E-Mail oder im Chat. Die Opfer leiden besonders, weil das Publikum unüberschaubar groß ist, sich die Inhalte rasend schnell verbreiten und der Terror nach der Schule über Computer und Handy im Kinderzimmer weitergeht. Im Interview mit SCHAU HIN! gibt der Medienpädagoge und Mobbing-Experte Markus Gerstmann von jugendinfo.de Tipps zum Umgang mit Cyber- Bullying.

Wie kann ich erkennen, dass mein Kind gemobbt wird?
Das Kind zieht sich in den meisten Fällen zurück. Dieses Verhalten kann auch mit der Pubertät oder mit einer unerfüllten Liebe zusammenhängen. Für Eltern ist es daher schwer abzuwägen, aus welchen Gründen der Rückzug passiert. Die Eltern müssen das Kind sehr sensibel auf das Thema ansprechen, damit es sich vertrauensvoll öffnet.

Wie kann ich persönlich mein Kind bestmöglich unterstützen, wenn es Opfer von Cyber-Bullying geworden ist und wo kann ich professionelle Hilfe finden?
Dem Kind keine Schuld geben, es zweifelt in den meisten Fällen sowieso an sich selbst, das Kind stärken und in Ruhe das weitere Vorgehen besprechen. Das Kind wird vielleicht eigene Wege vorschlagen, wie diese Person angesprochen werden soll oder manchmal möchte das Kind auch lieber das Thema totschweigen. Als Eltern sollten Sie genau hinhören und dann die nächsten Schritte gemeinsam mit dem Kind machen. In den meisten Schulen gibt es Streitschlichter, Schulsozialarbeiter, Vertrauenslehrer und die Schulbehörde haben Psychologen im Einsatz. Diese Menschen wissen, wo Sie vor Ort weitere Hilfe bekommen. Ich möchte betonen: „Cyber-Bullying ist kein Schulproblem, sondern Schule ist der Ort, wo die Kinder zusammen kommen."

Das ganze Interview können Sie auf www.schau-hin.info lesen.

 
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SCHAU HIN! Aktion: Spieletag in Mehrgenerationenhäusern

Am 18. Juni fällt der Startschuss für den bundesweiten „SCHAU HIN! Spieletag“ in 15 Mehrgenerationenhäusern. Darunter Hamburg und Düsseldorf, aber auch kleinere Städte wie Flensburg, Neuruppin, Halle (Saale) oder Rosenheim beteiligen sich. Mit dem Projekt sollen die verschiedenen Generationen – Eltern, Großeltern und Kinder- für das Thema Medienkompetenz interessiert und sensibilisiert werden. Dazu werden deutschlandweit in Mehrgenerationenhäusern Spieletage veranstaltet. In generationenübergreifenden Teams treten Jung und Alt nicht nur beim beliebten Kartenspiel UNO und der SCHAU HIN! Medienwiese gegeneinander an, sondern auch beim interaktiven Bowling mit einer Wii-Konsole. Im Anschluss an den sportlichen Wettstreit gibt es viele Informationen rund um das Thema „Computerspiele“

Alle Termine und weitere Informationen finden Sie unter www.schau-hin.info

 
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SCHAU HIN! vor Ort: Schüler werden für den Umgang mit persönlichen Daten sensibilisiert

Im Mai hat die Initiative „SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.“ im Rahmen der Informationskampagne „Persönlichen Daten von Kindern im Internet schützen“ einen Workshop mit der SCHAU HIN! Botschafterin Susanne Kronzucker im Ganztagsgymnasium Klosterschule in Hamburg veranstaltet. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der sechsten Klasse machte SCHAU HIN! auf mögliche Gefahren der Datenfreigabe in sozialen Netzwerken aufmerksam.

Dabei war es nicht nur der zweifachen Mutter Susanne Kronzucker, sondern auch dem Schulleiter Ruben Herzberg ein wichtiges Anliegen, den Kindern zu zeigen, welche konkreten Auswirkungen die Veröffentlichung des vollständigen Namens, der Hobbys oder privater Fotos haben kann. Auf Elternabenden ist die Medienerziehung nämlich längst ein Dauerthema, da sich die Eltern oft nicht ausreichend informiert fühlen.

Im Workshop bekamen die Kinder anhand ihrer eigenen, ausgedruckten Profile aus einem sozialen Netzwerk vor Augen geführt, wie viel sie bereits über sich preis gegeben haben. Viele der Kinder nutzen gleich die Gelegenheit und strichen u.a. Nachnamen, Geburtsdaten oder Messengerkontaktdaten aus ihren Profilen. Auch die hochgeladenen Fotos wurden genauer unter die Lupe genommen. Wenn die Schüler oder ihre Freunde und Familie auf den Bildern eindeutig zu sehen waren, wurden die Fotos aus den Profilen gelöscht. Obwohl viele Kinder bereits vorsichtig sind und für ihr Profil einen Spitznamen und ein Tierfoto o.ä. wählten, wurde ihnen doch erst durch die Aktion klar, dass sie auch über Kontaktdaten, Sportvereine oder Fotos des letzten Schulfestes sehr leicht zu identifizieren sind. Nach diesem Aha-Erlebnis wollen viele der Schülerinnen und Schüler in Zukunft vorsichtiger mit ihren persönlichen Daten im Netz umgehen.

 
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„SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.” ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Arcor, der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. „SCHAU HIN!” informiert Eltern, insbesondere mit Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren, über die Angebote moderner Medien, wie Fernsehen, Internet, Mobilfunk und Computerspiele, und gibt Hilfestellung, für den kindgerechten Umgang mit Medien.