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Eine Seite für Eltern mit Kindern, die die Medienwelt entdecken.

SCHAU HIN! - Newsletter Ausgabe März 2009

Liebe SCHAU HIN! Interessierte,

wir freuen uns, Ihnen heute den aktuellen SCHAU HIN! Newsletter zu senden.

Die Themen dieser Ausgabe:

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SCHAU HIN! Elterntipp: Neuer Messenger für Kinder

Die so genannten Instant Messenger werden bei Kindern immer beliebter, um schnelle Nachrichten mit Freunden über das Internet auszutauschen. Für diese Art der Kommunikation sind nur wenige Schritte notwendig. Nach der Installation der entsprechenden Software legt der Nutzer ein Profil an und kann Kontakte hinzufügen, die ebenfalls den Messenger nutzen.

Doch die Technik bringt auch Risiken mit sich. Häufig werden jugendgefährdende Inhalte darüber verbreitet oder Kinder durch Fremde belästigt. Gängige Systeme bieten bislang keinen Schutz vor Missbrauch.

Der Softwarehersteller Microsoft hat in Zusammenarbeit mit jugendschutz.net, der FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter) und der Johanniter Unfallhilfe e.V einen kostenlosen Messenger entwickelt, der speziell auf Kinder zwischen acht und zwölf Jahren zugeschnitten wurde.

Der neue MSN Kindermessenger hat besondere Sicherheitseinstellungen und ist frei von Werbung. Stattdessen werden kindgerechte Spiele- und Surfttipps eingeblendet. Eltern müssen ihre Zustimmung bei der Registrierung geben und entscheiden, mit welchen Personen die Kinder chatten dürfen. Persönliche Daten oder Fotos werden beim Messengerprofil nicht veröffentlicht. Durch die Verknüpfung mit einer Online-Beratung der Johanniter-Unfall-Hilfe ist auch bei möglichen Gefahrensituationen schnelle Unterstützung zur Stelle.
Der Kindermessenger wird im Rahmen der Cebit in dieser Woche offiziell veröffentlicht und steht dann unter www.kinder-messenger.de zum kostenlosen Download bereit

 
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SCHAU HIN! Interview: Katja Knierim von jugendschutz.net über den neuen Kindermessenger

jugendschutz.net überprüft seit über 10 Jahren Angebote im Internet und setzt sich für die Einhaltung des Jugendschutzes ein. An der Entwicklung des neuen Kindermessengers war die Organisation maßgeblich beteiligt. Im Interview gibt Katja Knierim, Projektleiterin für Chats & Communities, Tipps bei der Wahl des richtigen Messengers.


Warum ist es wichtig, sich über Messenger für Kinder Gedanken zu machen?

Instant Messenger haben den Webchats inzwischen den Rang abgelaufen und werden vielfach auch als Ersatz für E-Mails genutzt. Besonders für Jugendliche und für immer mehr Kinder stellen sie ein selbstverständliches Kommunikations- mittel dar. Die JIM-Studie 2008 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest belegt die immense Popularität der Instant Messenger: über 70% der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren nutzen sie täglich oder mehrmals wöchentlich.


Wo liegen die generellen Gefahren beim Messenger?

Es besteht insbesondere die Gefahr problematischer oder gefährlicher Kontakte. Instant Messenger können beispielsweise missbraucht werden, um Kinder und Jugendliche sexuell zu belästigen oder zu beleidigen. Über Messenger können verletzende Fotos und Videos verschickt werden – häufig handelt es sich dabei um pornografische Darstellungen. Pädokriminelle Täter nutzen Messenger, um die Profile von Messenger-Nutzern gezielt nach minderjährigen Opfern zu durchsuchen. Da die Messenger-Kommunikation in der Regel unmoderiert und unkontrolliert verläuft, gibt es keinen Erwachsenen, der im Notfall eingreifen könnte.

Wie gut funktioniert der Jugendschutz im Netz?

Die Risiken für Kinder und Jugendliche, mit gefährlichen oder beeinträchtigenden Inhalten konfrontiert oder belästigt zu werden, sind im Internet wesentlich größer als in den traditionellen Medien. Im Vergleich mit anderen Ländern hat in Deutschland der Jugendschutz im Internet einen besonderen Stellenwert. Das zeigt sich beispielsweise an speziellen Gesetzen, Aufsichtsinstanzen oder Initiativen im Rahmen von Selbstverpflichtungen der Anbieter. EU-Vergleiche kommen deshalb auch zum Schluss, dass deutsche Kinder und Jugendliche relativ gut geschützt sind. Um aber ein vergleichbares Schutzniveau wie in den traditionellen Medien zu erreichen, sind weitere und gemeinsame Anstrengungen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft nötig.

 
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SCHAU HIN! News: Kinderdaten im Netz

In den kommenden Monaten informiert die Initiative SCHAU HIN! Eltern über den richtigen Umgang ihrer Kinder mit persönlichen Daten im Internet. Welche Daten sollte man auf keinen Fall ins Internet stellen und ab wann sind Kinder alt genug für Chats oder soziale Netzwerke? Was ist Cybermobbing und wie kann man sich dagegen schützen? Bei diesen Fragen unterstützt SCHAU HIN! Eltern und Erziehende.

Susanne Rieschel, Sprecherin der Initiative SCHAU HIN!, betont die Bedeutung des Themas: „Persönliche Daten sind im Internet besonders zu schützen. Ein ins Netz gestelltes Foto oder eine Adresse können mitunter nicht mehr gelöscht werden, sind also für die Nutzer nicht mehr kontrollierbar. Insbesondere Kinder können die Gefahren, die mit der Verbreitung von Daten einhergehen, oft nicht einschätzen. Eine Sensibilisierung für dieses Thema ist daher besonders wichtig“.

Im ersten Schritt wird die Initiative SCHAU HIN! Ende März einen kostenlosen Informationsflyer herausgeben, mit Tipps und grundsätzlichen Regeln zum Thema „Kinderdaten im Netz“.

 
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„SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.” ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens Arcor, der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. „SCHAU HIN!” informiert Eltern, insbesondere mit Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren, über die Angebote moderner Medien, wie Fernsehen, Internet, Mobilfunk und Computerspiele, und gibt Hilfestellung, für den kindgerechten Umgang mit Medien.